Auf zur Blutspende!

Veröffentlicht am 04.07.2018

Das Rote Kreuz im Nürnberger Land appelliert: Auch wenn Freizeit, Freibad und Fußball rufen  - bitte weiterhin Blutspenden!

 

 Im Juli bricht eine heiße Phase an – auch für die Blutspende. War der Weltblutspendertag am 14. Juni noch in aller Munde und die Blutspende medial stark präsent, läuft sie jetzt Gefahr, vielfach wieder übersehen zu werden. Lediglich ein Tag Aufmerksamkeit im Jahr genügt natürlich nicht, um den Blutbedarf kontinuierlich decken zu können.

  

 „Allein in Bayern liegt der Tagesbedarf bei etwa 2.000 Blutkonserven. Er muss das ganze Jahr über erreicht werden, damit die Patienten in den bayerischen Kliniken zuverlässig versorgt werden können. Nicht zu vergessen ist, dass Blut nur 42 Tage haltbar ist und der Vorrat an Blutkonserven ohnehin permanent wieder aufgefüllt werden muss“, erklärt Klaus Zimmermann, der Geschäftsführer des Roten Kreuzes in Neumarkt, und ruft zugleich zur Blutspende im Juli auf.

 

In heißen Sommermonaten hat es der BSD besonders schwer. Schon im Juli rollt die erste große Urlaubswelle an, nahtlos gefolgt von der nächsten im August, wenn die Sommerferien beginnen. Dann verreisen viele Menschen oder setzen andere Freizeit-Prioritäten, als Blut zu spenden. Hinzu kommt in diesem Jahr die Fußball-Weltmeisterschaft als Konkurrenz zur Blutspende. Diese äußeren Faktoren lassen das Spenderpotenzial schrumpfen. Und die Herausforderung, das Tagesziel von 2.000 Blutspenden zu erreichen, ist groß. Zuversichtlich stimmt, dass die Menschen in Bayern etwas aktivere Spender sind als in anderen Ecken Deutschlands. Dennoch liegt die Spendebereitschaft auch im Freistaat aktuell nur bei 5,3 Prozent. Von mehr als 9,2 Millionen Menschen im spendefähigen Alter, also 18 bis 72 Jahre, geben lediglich knapp 250.000 Spender tatsächlich Blut, durchschnittlich zweimal im Jahr.

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